medPJ+ REGIO

Projekte der 13. LAG-Sitzung am 06. November 2019

Ziele:

medPJ+ REGIO knüpft an das Projekt medPJ+ der Universitätsmedizin Göttingen an, dessen zentrales Anliegen in den Herausforderungen der zukünftigen hausärztlichen Versorgung der Bevölkerung in ländlichen Gebieten Südniedersachsen bestehen. Im Projekt medPJ+ REGIO soll das Projekt medPJ+ verstetigt und der regionale Bezug zu den Landkreisen Goslar, Göttingen, Holzminden und Northeim ausgebaut werden. Im Fokus stehen dabei die Bereiche: Vernetzung, Mobilität und Wohnraum.

medPJ+ REGIO richtet sich dabei sowohl an Medizinstudierende im Praktischen Jahr, Hausarztpraxen und Akteure der lokalen Verwaltungen, die in diesem Kontext mit dem Ziel der Fachkräftesicherung vernetzt und strategisch abgestimmt werden sollen. Gemeinsam mit den Kommunen sollen Konzepte für den ärztlichen Nachwuchs entwickelt werden, in einem zukunftsfähigen und attraktivem Arbeits- und Lebensumfeld tätig zu werden.

Kurzbeschreibung:

Das universitäre Netz an Lehrpraxen soll weiter ausgebaut werden, so dass Studierende ihr Praktisches Jahr (PJ), dem letzten Ausbildungsabschnitt des Medizinstudiums, in einer Hausarztpraxis in Südniedersachsen erfolgreich absolvieren können. Damit soll bei den Studierenden eine wesentliche Motivation für eine spätere ärztliche Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin geschaffen werden. Ärztlicher Nachwuchs soll für den regionalen ländlichen Raum gewonnen und in dieser Region gehalten werden. Dies dient prospektiv der Erhaltung und Stärkung bedarfsgerechter Zugangsmöglichkeiten zur Primärversorgung der Bevölkerung und der Bewältigung der Probleme des demographischen Wandels. Dieses Entwicklungspotential soll mit dem Projekt medPJ+ REGIO aktiviert werden.

Um die regionalen Gegebenheiten stärker mit einzubinden, sollen verschiedene Angebote in den jeweiligen Landkreisen für Studierende der Humanmedizin organisiert werden. Dazu zählen Visitationen in PJ-Lehrpraxen, Kennenlernveranstaltungen der Regionen und Freizeitangebote. Das Ziel ist dabei, Studierenden der Humanmedizin einen realistischen Eindruck in die Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen der jeweiligen Landkreise zu geben. Eine frühzeitige Einbindung der Studierenden trägt zum nachhaltigen Bindungsaufbau mit regionalen Strukturen bei und fördert den gegenseitigen Wissensaustausch zwischen allen Akteuren.

Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt zwischen den fünf LEADER-Regionen Harzweserland, Osterode am Harz, Göttinger Land, Vogler Region und Westharz. Die Federführung übernimmt das Harzweserland.

Projektträger:   Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

Projektstandort:  Landkreise Northeim, Göttingen, Goslar, Holzminden

Durch LAG beschlossene LEADER-Förderung:  Kooperationsanteil der LEADER-Region Westharz von 11.716,80 €

Status:  Kooperationsanteil  beschlossen